Brennnesseln (botanisch Urtica) sind echte „Weltbürger“- sie kommen überall auf der Erde vor. Die Gattung der Brennnessel umfasst etwa 45 verschiedene Arten und sie wird weltweit vielseitig genutzt.

Das Gartenunkraut enthält mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und ist zudem reich an Mineralien wie Eisen, Kalium, Calzium und Magnesium und sekundären Pflanzenstoffen wie den Flavonoiden. Die ca 2% Flavonoide sorgen zusammen mit dem Kalium für die entwässernde Wirkung.

Die oberirdischen Teile der Brennnessel enthalten auch Kiesel-, Ameisen- und Essigsäure, bestimmte Amine wie Histamin und Serotonin, Karotinoide und Vitamin E. Da die Wurzeln keine Brennhaare mit Brennflüssigkeit besitzen, unterscheiden sich ihre Inhaltsstoffe von denen der Blätter und Stängel. Die Brennnesselwurzeln enthalten zum Beispiel Lektine, Phytosterole und Lignane.

Dass Brennnesseltee entwässernd wirkt und – bei regelmäßiger Anwendung – hilft, neuen Wassereinlagerungen vorzubeugen, ist wohl allseits bekannt. Auch in Fastenkuren wird der Aufguss aus Brennnesselblättern gern zur Ausleitung genutzt. Überraschenderweise sind Brennnesseln auch sehr eiweißreich, sodass es sich wirklich lohnt, die Blätter in der Küche auszuprobieren. 100 g frische Brennnesselblätter enthalten ähnlich viel Eiweiß wie die gleiche Menge frische Hülsenfrüchte, nämlich bis zu 8 g. Spitzenköche in Drei-Sterne-Restaurants servieren ihren Gästen schon fast routinemässig Brennnesselspezialitäten wie Brennnesseltarte, Brennnesselnockerl, gebratene Brennnesseln, Brennnesselrisotto, Brennnesselkuchen, Brennnesselspätzle etc. Ganz so ausgefallen muss es jedoch gar nicht sein. Die Blätter der Brennnessel können auch einfach in wenig Wasser (genau wie Spinat) für wenige Minuten gedämpft, nach Wunsch abgeschmeckt und als Gemüse serviert werden.

Auch die Samen sind essbar und werden gern frisch oder getrocknet geknabbert. Angeblich sollen sie auf Frauen und Männer gleichermaßen aphrodisierend wirken. Nicht nur aus diesem Grund werden die Brennesselsamen heutzutage als „Superfood“ angepriesen. Wissenschaftlich belegt ist jedenfalls, dass Brennnesseln Wirkstoffe enthalten, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken.

So haben wir uns vorgestern aufgemacht und geerntet. Bei einer unserer Joggingrunden haben wir ein „Brennnessel-Feld“ weitab von Strassen bei einer Gartenanlage gefunden, auf dem die Pflanzen so groß sind, dass Hunde die oberen Teile nicht verunreinigen können. Wichtige Ausrüstungsgegenstände : derbe Hosen, geschlossene Schuhe und vor allem Handschuhe. Die Pflanzen hängen so voll Samen, dass es nicht sehr mühsam war unsere Leinenbeutel zu füllen. Allerdings haben die Handschuhe nur zu Anfang geholfen 🙂

Mittlerweile haben wir Samen und Blätter voneinander getrennt. Die Blätter habe ich mit unserem Dörrgerät bereits getrocknet und einen Teil in einem Glas auf dem Küchenschrank stehen. Der andere Teil ist in einer großen Papiertüte verschwunden und steht trocken im Schlafzimmer. In diese Tüte sollen noch Pfefferminze, Zitronenmelisse, Lavendel und Thymian kommen und so ein leckerer Tee für den Winter werden. Im nächsten Jahr möchte ich auch gern Linden- und Stockmalvenblüten, Himbeer- und Brombeerblätter in den Tee mischen.

Viele Medikamente sind hochpreisig und belasten das Budget. Hier kann jeder durch Eigeninitiative sparen, denn Kräutertees können viele Beschwerden lindern. Dazu ist es nur wichtig, dass Du Dich über die Wirkungen der Heilkräuter informierst und mit offenen Augen durch die Natur gehst. Dabei findest Du sicher viele Pflanzen, die hilfreich sein können – es muss ja nicht gleich eine riesige Menge gesammelt und aufbewahrt werden.   Es ist wie bei allen Dingen:

 

 

Quellen u.a. :
Zentrum der Gesundheit / Utopia  / Onmeda

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