Der Frühling ist jetzt schon manchmal zu riechen…
Dann wuchert er wieder – der ungeliebte Giersch.
Kennst Du Giersch? Gehört hast Du sicher schon davon.

Giersch ist in fast ganz Europa verbreitet. Er liebt stickstoffreiche Böden und tritt häufig in Gärten, schattig-feuchten Gebüschen und Wäldern auf. Er gilt bei Gärtnern als lästiges Unkraut; er wuchert und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen.

Aber: Giersch ist auch ein wohlschmeckendes Wildgemüse.

Roh erinnert Giersch in Geruch und Geschmack ein wenig an Petersilie gemischt mit dem harzigen Aroma einer Mango, gekocht hingegen an Spinat. Da Giersch im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten über viele Monate zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er beispielsweise während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr.

Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Als Salat eignen sich vor allem die jungen, kaum entfalteten Blätter. Rohe Blätter können auch in Aufstriche und Suppen gegeben werden. Nach der Blüte wird der Geschmack kräftiger. Ältere Blätter eignen sich als Tee oder zum Kochen bzw. Dünsten.

Hauptanwendungen In der Phytotherapie:

  • Gicht
  • Rheuma

Heilwirkungen:

  • abführend
  • Antirheumatisch
  • beruhigend
  • entwässernd
  • entzündungshemmend
  • harnsäurelösend
  • harntreibend
  • verdauungsanregend

Anwendungsbereiche:

  • Blasenentzündung
  • Durchfall
  • Gicht
  • Hämorrhoiden

Beim Sammeln ist eine Verwechslung gut zu vermeiden. Giersch lässt sich gut am dreikantigen Blattstiel erkennen, wobei eine Kante abgerundet und die gegenüberliegende Seite konkav eingezogen ist.

Inhaltsstoffe:

  • ätherisches Öl
  • Cumarine
  • Flavonolglykoside
  • Harz
  • Hyperosid
  • Isoquercitrin
  • Kaffeesäure
  • Kalium
  • Phenolcarbomsäuren
  • Polygone
  • Vitamin C
  • Chlorogensäure

Und wie verarbeite ich Giersch?

1. Als Tee

Nimm 2 Esslöffel getrocknete Blätter auf 250 ml Wasser. Die Blätter mit dem heißen Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Der Tee aus dem getrockneten Kraut hilft gegen Gicht und Rheuma.

Für eine Frühjahrskur kann man statt dem getrockneten Kraut aber auch die frischen Triebe in gleicher Menge nutzen.

2. Als Badezusatz

Zubereitung wie beim Tee. Den Sud kann man auch als Sitz-Bad gegen Hämorrhoiden verwenden.

3. Als Salat oder Gemüsebeilage

Die frischen Triebe eignen sich hervorragend als Salat oder gedünstet als Spinat in einer Entschlackungskur im Frühling.

4. Als Frischsaft

Eine 10tägige Frühjahrskur.
Aus den frischen Trieben Saft pressen und 1:5 mit Mineralwasser oder Buttermilch verdünnen.

Am ersten Tag 1 Esslöffel, am zweiten 2 Esslöffel usw…
Die Frischsaftkur soll den Stoffwechsel anregen, entschlacken und entgiften.

Vorsicht: Zuviel frisch gepresster Saft kann Durchfall hervorrufen.

Sammeltipps

Die aromatischen und leicht bitteren frischen Triebe und jungen Blätter kann man im Frühling dort ernten wo wenige Schadstoffbelastungen vorhanden sind und diese wie Spinat oder Salat zubereiten.
Die älteren Blätter eignen sich als Petersilienersatz in Suppen, Gemüsegerichten und Aufläufen. Außerdem können Sie für Tee oder Teemischungen getrocknet werden.

Zum Trocknen sammelt man das Kraut kurz vor der Blüte und hängt die Pflanze gebündelt an einem schattigen und luftigen Ort auf.
Alternativ kann es auch im Dörrgerät getrocknet werden.
Das getrocknete Kraut sollte in Stoff- oder Papierbeuteln gelagert werden.

Quellen:

wikipedia.de; Heilkraeuter.de

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