Wir haben uns aus Cairns, Queensland, Wasserkefir in einem Glas mitgebracht. Den haben wir in einem „Organic“-Geschäft für 10 AUD (australische Dollar) gekauft.
Doch was ist Wasserkefir überhaupt?

Wasserkefir ist ein mit Hilfe von Mikroorganismen erzeugtes Gärgetränk, dem gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden. Die eigentliche Kultur besteht aus kleinen, weißlich durchscheinenden Klümpchen, die aussehen wie Glaskristalle. Man soll sie in der Regel mit Zucker und Feigen füttern, kann aber genauso gut Datteln, Backpflaumen, Bananen, getrocknete Aprikosen oder Kartoffelscheiben nehmen. Die Früchte liefern den Stickstoff, den die Kristalle für ihren Stoffwechsel benötigen. Der Geschmack erinnert an Federweißen oder an Bitter Lemon. Frischen Wasserkefir erhaltet Ihr hier in Deutschland nicht einfach so im Laden. Es ist aber ganz super easy, ihn selbst herzustellen. Und der Herstellungsprozess dauert nicht so lange wie beim Kombucha.

Und was brauche ich dazu?
Auf dem folgenden Foto seht Ihr meine Zutaten vom letzten Ansatz.

Zutaten Wasserkefir

So sehen die Wasserkefirkristalle aus der Nähe aus.

Wasserkefirkristalle

Wegen der weißlich durchscheinenden Kefirkultur, deren Aussehen Kristallen ähnelt, sind gebräuchliche und teilweise irreführende Benennungen der Kefirkultur auch Japankristall, Japanische Kristallalge, Japanische Meeresalge, Himalaya-Kristallalge, Tibi, Tibicos oder lebende Körnchen (graines vivantes).

Durch die Aktivität der Körnchen kommt es bald nach dem Ansetzen zu einer intensiven Gärung, Zucker und Stickstoffe werden zu Milchsäure abgebaut. Neben Kohlensäure-Gas bildet sich auch ein wenig Alkohol, nach ein bis zwei Tagen etwa 0,5 bis ein Prozent. Bereits nach dieser kurzen Zeit kann das leicht trübe, prickelnde Getränk mit süß-säuerlichem Geschmack genossen werden. Von den Mikroben gehen verschiedene Vitamine (B-Komplex, C, D) in die Flüssigkeit über, die zur Nervenstärkung und Steigerung des Wohlbefindens beitragen sollen. Die Milchsäurebakterien unterstützen die natürliche Darmtätigkeit und aktivieren zusammen mit den Hefen den menschlichen Stoffwechsel. Ebenso wird von einer Regulierung des Blutdrucks und der Harnausscheidung berichtet.

Hier habe ich den Kefir mit Gojibeeren, Inkabeere, Ingwer und Zitrone angesetzt.
Dazu mische ich 120 g Rohrohrzucker auf zwei Liter warmes Leitungswasser. Empfohlen sind 80g auf einen Liter Wasser, das ist mir aber echt zu süß.
Nachdem die Zuckerlösung wieder abgekühlt ist, gebe ich den Kefir hinein. Danach füge ich die gerade favorisierten Früchte hinzu: In diesem Fall habe ich eine halbe Bio-Zitrone, ca. je 30g Goji- und Inkabeeren und ein Stück Ingwer ausgewählt.

So sieht der fertige Ansatz aus, den ich dann mit einem Tuch abdecke und zwei Tage stehen lasse. In dieser Zeit können die Kristalle ihre Arbeit tun.

Neuer Ansatz

Für mich ist es gerade im Winter eine willkommene Abwechslung. Ich tue mich schwer damit, jeden Tag mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Im Büro haben wir deshalb immer einen kleinen Wettbewerb laufen.
Jetzt – in der kalten Jahreszeit – ist Wasser nicht immer mein Favorit. Das schmeckt nach nix. Da ziehe ich Tee vor. Oder eben Kefir oder Kombucha. Ich habe jetzt jeden Tag einen Liter Kefir und den anderen Liter kann ich dann als Tee genießen. So schaffe ich die zwei Liter locker.

Auch heute habe ich wieder einen neuen Ansatz hergestellt – diesmal mit Ingwer, Birnen und Zitrone. Zucker, Wasser und Kefirkristalle sind natürlich sowieso dabei.

Die Liste der Gebrechen, bei denen Wasserkefir nach Ansicht der Erfahrungsheilkunde helfen kann, ist lang: Magenkrämpfe, Verstopfung, Bronchialkatarrh, Sklerosen, Ekzeme Blutarmut, Tuberkulose und Krebs. Ob die Kefir-Wirkstoffe selbst oder bereits die konsequente Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten diese Wunder vollbringen, sei dahingestellt. Das stattliche Durchschnittsalter der Kaukasier (110 Jahre), auf das so gerne verwiesen wird, wird hierzulande mit dem Getränk allein kaum zu erzwingen sein.

Wasserkefir ist günstig, lässt sich mit ein paar wenigen Handgriffen herstellen, benötigt nicht viel Platz und jeder kann es lernen.
Alles was Ihr benötigt sind Wasserkefirpilze oder auch Japankristalle genannt, normales Leitungswasser, Zucker, Trockenfrüchte (es geht aber auch frisches Obst), etwa eine halbe Zitrone, ein Gärgefäß, ein Kunststoffsieb, einen Kunststofflöffel und schon kann es losgehen.

Ich kann Euch Wasserkefir aus den folgenden Gründen sehr empfehlen:

  • leckerer Geschmack
  • niedrige Kosten für ein erfrischendes Luxusgetränk
  • umweltschonend und bequem
  • volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe
  • frei von Geschmacksverstärkern
  • frei von diversen künstlichen Aromen

Mir schmeckt er jedenfalls vorzüglich

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkefir
https://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/sk961209.html

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