Als ich die Ausbildung zur Ernährungsberaterin in Berlin absolviert habe, war in meinem Kurs eine sehr engagierte Zahnärztin aus Torgelow, die schon seit Jahren Kombucha selbst herstellt.
Und offen für Neues habe ich sie gebeten, mir einen Teepilz mitzubringen, wenn sie den nächsten Ansatz herstellt.

Das Getränk, das mithilfe des Teepilzes Kombucha hergestellt wird, hat eine stark anregende Wirkung auf den Stoffwechsel und wirkt blutreinigend, sodaß er von vielen als Universalheilmittel eingesetzt wird.
Mit ihm soll sogar Krebs erfolgreich behandelt werden können und es heißt, daß er das Leben verlängert.
Quelle: http://heilkraeuter.de/kombucha/

Und so sah unser „Ur-Teepilz“ aus :

Seither steht in unserer Wohnung immer ein großes Glasgefäß, in dem der Kombucha heranreift.

Kombucha ist ein Gärgetränk, das durch die Fermentierung von z.Bsp. grünem Tee mit dem sogenannten Kombucha-Pilz hergestellt wird. Durch alkoholische Gärung baut der Kombucha-Pilz den Zucker ab. Der Alkoholgehalt variiert dabei zwischen 0,5 und 2 %. Der Kombucha-Pilz ist allerdings kein Pilz, sondern der Zusammenschluss von Hefepilzen und Bakterien Er bildet dabei eine weißliche, gallertartige Schicht an der Teeoberfläche, wobei sich obenauf immer wieder neue Schichtenbilden . Die Farbe kann abhängig von der verwendeten Teesorte von hellgrau über rosa bis dunkelbraun variieren.
Das Getränk wird kalt getrunken.
Quelle: Wikipedia

Kombucha stellen wir zur Zeit aus einem Gemisch aus einer Hälfte grünem Tee und einer Hälfte Thymiantee  her. Dazu nehmen wir selbst destilliertes Wasser ( über unsere Art, das Leitungswasser zu reinigen, gehe ich in einem nächsten Post ein ) und geben auf 1 Liter kochendes Wasser ca. 8 g Teeblätter zu. Der Tee sollte ca. 1 min ziehen und dann abkühlen.
Danach lösen wir 70g Rohrohrzucker auf 1 Liter fertigen Teeaufguss auf und das ist der neue Ansatz für den Kombuchapilz.
In diesem 4l Glas – eigentlich ist es ja eine Vase :o) – steht das fertige Getränk mit den beiden Kombuchapilzen und wartet darauf, abgefüllt zu werden.

Der neu gewachsene Pilz sowie der „alte“ wird aus dem Getränk entnommen und unter fliessendem Wasser gesäubert
Zu beachten ist : Der Pilz soll nicht mit Metall in Berührung kommen.

In dieser Glasschüssel befinden sich 2 Teepilze – der „alte“ und der „neue“. Wir nutzen meist 2 – 3 Stück für den neuen 4 Liter-Ansatz.

Der vergorene Tee wird durch ein Sieb abgegossen und in den Kühlschrank gestellt.

Und dann kommen die Pilze mit dem Ansatz aus dem „Altgetränk“ (es wird empfohlen, je 100ml Altgetränk auf 1 Liter Neuansatz zu verwenden ) in das gereinigte Glas- oder Keramikgefäß. Der frische, abgekühlte Tee wird darüber gegossen. Dann wird das Glas mit einem Küchentuch oder Küchenpapier abgedeckt, aber nicht luftdicht verschlossen.

Auf diesem Bild siehst Du die beiden Pilze mit ca. 2 Liter frischem Tee. Da wir keine Riesentöpfe haben, bereiten wir den Tee in 2 Etappen zu.

 

Kombucha braucht zum Gedeihen Wärme und Ruhe. Deshalb sollte das Gefäß nicht bewegt werden.
Je wärmer die Umgebungstemperatur, desto schneller „arbeitet“ der Kombucha.

Der Kombucha sollte NICHT neben Topfpflanzen stehen, und möglichst auch nicht in der Nähe von frischem Obst und Gemüse, das schimmeln kann. Die Schimmelsporen könnten dafür sorgen, dass der Pilz eingeht.

Wenn Ihr dies beherzigt, kann der Pilz sehr alt werden und Ihr habt immer ein frisches, manchmal sogar prickelndes Getränk, dem eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird.

Erkenntnis des Tages:

Pilze sind nicht nur zum essen da.

 

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