Rotkraut – Radikalfänger, Entzündungshemmer und Vitaminbombe

 

Rotkraut ist ein Alleskönner in der Küche.

Wie kennst Du es?

Wenn ich ehrlich bin, ist es für mich DAS klassische Winter- und vor allem Weihnachtsgemüse. Oder gab es in Deiner Kindheit etwas anders als gekochtes Rotkraut zur gebratenen Ente oder gar zur gebratenes Gans? Rotkraut mit Äpfeln, Zwiebeln, Speck oder – in Ausnahmefällen – mit Maronen ist doch ein Klassiker unserer deutschen Küche. Zu Rouladen, Schweine-, Rinderbraten oder Wildgerichten – Rotkraut schmeckt gleichermaßen zu allem.

Ich hab es allerdings NUR in gekochtem Zustand gemocht. Rotkrautsalat war mir zu sauer und hatte immer den Beigeschmack eines Arme-Leute-Essens.
Dieser Eindruck hat sich im Lauf meines Lebens sehr gewandelt!

Rotkohl gibt es fast das ganze Jahr über frisch zu kaufen – es gibt verschiedene frühe, mittelfrühe und späte Sorten und außerdem lässt er sich hervorragend lagern.

Gerade in den Wintermonaten, wenn bei uns naturgemäß wenige Obst- und Gemüsesorten angeboten werden, sind alle Kohlsorten bestens geeignet, unser Immunsystem zu unterstützen und Dich vor Infekten zu bewahren. Greife also einmal mehr zu dieser Alternative zu den exotischen Tropenfrüchten, die hier im Winter angeboten werden, denn deren „carbonfootprint“ – also die CO2 Bilanz – ist sehr viel höher als bei unseren regionalen Produkten.

Rotkraut ist ein extrem gesundes Gemüse:

  • reich an Eisen
  • reich an Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen
  • reich an Senfölen
  • ballaststoffreich
  • reich an Ascorbinsäure (Vitamin C)
  • reich an Folsäure
  • reich an Kalium und Selen

Du kannst es als Salat im rohen Zustand zubereiten, kochen und als das traditionelle „Blaukraut“ auftischen oder zu rotem Sauerkraut fermentieren. Alles, was Du mit Weißkraut oder Wirsing zaubern kannst, gelingt ebenso – nur andersfarbig – mit der roten Vitaminkuller.

Allerdings verliert er die ihm innewohnenden “Superfood“-Eigenschaften wenn man ihn kocht.

Daher empfehle ich:

Gerade als Rohkost kann der Rotkohl seine inhaltlichen Vorteile so richtig ausspielen und er bringt Abwechslung in die Rohkostküche. Fein geraspelt, mit Äpfeln oder Birnen gemischt, mit Maronen oder Nüssen aufgepeppt kann er auf jeder Festtagstafel Furore machen.

Warum ist er eigentlich so schön gefärbt?

Es gibt eine ganz einfache Erklärung dafür: der ph-Wert des Ackers, auf dem er wächst, bestimmt seine Farbe. Je saurer der Boden desto mehr ins Rote geht seine Farbe. Wenn der Boden jedoch mehr in den alkalischen Bereich geht, färbt sich der Kohl mehr bläulich.

Salat von rotem Kraut

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten
Arbeitszeit 30 Minuten
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 1/2 Kopf Rotkohl In feine Streifen geschnitten
  • 1 ganze Zitrone ausgepresst
  • 1 EL Kümmel gemahlen
  • 2 Stück Rote Äpfel in Stifte geschnitten
  • 1 Stück Granatapfel Saft und Kerne
  • 100 ml Orangensaft
  • 100 ml Apfelsaft
  • 1 EL Traubenkernöl
  • 3 Stück Datteln in kleine Stücke geschnitten
  • 100 g Kerne der Jackfrucht gekocht und in Scheiben geschnitten
  • Salz gemahlen
  • Pfeffer gemahlen
  • Kerne der Papaya Mische die Zutaten

Anleitungen

  1. Bereite die Zutaten für den Salat in der angegebenen Reihenfolge vor und vermische alles. Wichtig: Knete das Kraut und den Zitronensaft mit Deinen Händen, damit es weicher wird.

    Schmecke nach Deinem Gutdünken ab.

    Nach einer Ruhezeit von ca. 1 Stunde ist der Salat genußbereit.

Rezept-Anmerkungen

Guten Appetit!

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